1. Aktuellen Stand klären
- Habe ich bereits eine schriftliche MPU-Aufforderung der Führerscheinstelle?
- Welche Frage soll das Gutachten beantworten (Alkohol, Cannabis, Drogen, Punkte)?
- Gibt es eine Frist oder schon einen Termin?
- Welche Fahrerlaubnisbehörde ist für mich zuständig?
2. Diese Unterlagen sammeln
- Bescheid der Fahrerlaubnisbehörde (Anordnung der MPU)
- Führerscheinakte (kann bei der Behörde eingesehen/angefordert werden)
- Strafbefehl, Urteil oder Bußgeldbescheid, falls vorhanden
- Punkteauszug aus dem Fahreignungsregister (KBA, Flensburg)
- bisherige Gutachten und vorhandene Abstinenznachweise
- Personalausweis oder Reisepass (am Termin zwingend)
3. Abstinenznachweis rechtzeitig klären
Bei Alkohol oder Drogen ist der Nachweis meist der größte Zeitfaktor. Kläre früh, ob du einen brauchst — und starte ihn nicht zu spät.
- Freiwillig oft 6 Monate, angeordnet meist 12 Monate
- Nachweis per EtG-Urinprogramm (mehrere unangekündigte Kontrollen) oder Haaranalyse (ca. 1 cm ≈ 1 Monat)
- 4-Monats-Regel: zwischen Ende des Nachweises und Termin sollten nicht mehr als ~4 Monate liegen
- Nur forensisch anerkannte Programme/Labore zählen
4. Vorbereitung strukturieren
Im psychologischen Gespräch kreist alles um drei Fragen. Bereite sie ehrlich vor:
- Was ist passiert — und warum kam es dazu?
- Was hat sich seitdem konkret und nachweisbar verändert?
- Wie verhinderst du eine Wiederholung oder einen Rückfall?
5. Diese typischen Fehler vermeiden
- zu spät mit Vorbereitung und Abstinenznachweis beginnen
- Antworten auswendig lernen (wirkt unglaubwürdig)
- die eigene Trinkmenge oder den Konsum verharmlosen
- Widersprüche zwischen Aussage und Aktenlage übersehen
- keine nachvollziehbare Veränderung zeigen können
- Unterlagen ungeordnet zum Termin bringen